
Eine magische Woche
Ende Juli tanzten Vampire und Zombies, Einhörner, Elfen, Drachen und noch viele, viele magische Wesen mehr auf der kleinen Bühne im ev. Jugendzentrum in Felsberg.
Die Förderung von Inklusion und Teilhabe steht im Mittelpunkt einer modernen Gesellschaft. Besonders im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ist es von entscheidender Bedeutung, denn mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet allen (jungen) Menschen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Durch die Etablierung verschiedener sozialer Dienste und den rechtlichen Anspruch darauf waren und sind wir auf einem guten Weg allen Menschen diese Teilhabe zu ermöglichen. Allerdings gibt es an einigen Stellen noch einen Aufholbedarf – unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe! Denn aktuell werden Kinder, Jugendliche und junge Menschen noch aus unterschiedlichen Rechtsbereichen (SGB IX/SGB VIII) heraus unterstützt, je nachdem welche Beeinträchtigung sie haben. Die Versäulung dieser Rechtsbereiche führt dazu, dass nicht alle jungen Menschen einen Zugang zu allen sozialen Diensten haben, vor allem die der Kinder- und Jugendhilfe. Da dieses System nicht mit den Richtlinien der UN-Behindertenrechtskonvention zu vereinbaren ist, hat sich die aktuelle Regierung vorgenommen, noch in dieser Legislaturperiode, die „Große Lösung“ auf den Weg zu bringen.
Die „Große Lösung“ strebt an, die gesamte Struktur und Kultur der Kinder- und Jugendhilfe inklusiv auszurichten, um sicherzustellen, dass jedes Kind und jede/r Jugendliche die gleichen Chancen auf Teilhabe und Entwicklung hat – unabhängig von den individuellen Voraussetzungen. Angefangen damit, dass alle jungen Menschen einen Anspruch auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben und dementsprechend die Leistungen der freien Träger inklusiv gedacht und umgesetzt werden.
Die „Große Lösung“ erkennt an, dass inklusive Bildung und Betreuung nicht nur den betroffenen Kindern und Jugendlichen zugutekommen, sondern die gesamte Gesellschaft bereichert. Indem wir eine Umgebung schaffen, in der Vielfalt als Stärke betrachtet wird, legen wir den Grundstein für eine zukünftige Generation, die geprägt ist von Empathie, Respekt und gegenseitigem Verständnis.
So viel zur Theorie… nun kommen wir zur Praxis:
Denn genau hier setzt das Projekt „InklusionsWegweiser: Gemeinsam für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe“ an. Wir wollen gemeinsam als Unternehmen einen Weg bereiten. Einen Weg zu einer inklusiven Haltung, Kultur und Praxis. Doch wie machen wir das?!
Die zentralen Ziele des Projekts sind vielfältig:
Der „InklusionsWegweiser“ ist mehr als nur eine Plattform – es handelt sich um eine Bewegung, die die Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe vorantreibt. Durch die Schaffung eines umfassenden Netzwerks von Unterstützer*innen, die sich für Inklusion einsetzen, werden nachhaltige Veränderungen in der Praxis angestrebt.
Die Zukunft des Projekts liegt in der kontinuierlichen Erweiterung seiner Ressourcen, der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Akteur*innen und der Anpassung an sich entwickelnde Bedürfnisse. Die Schaffung eines inklusiven Umfelds für Kinder und Jugendliche erfordert eine gemeinsame Anstrengung, und der „InklusionsWegweiser“ kann als Kompass verstanden werden, der den Weg weist.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Vielfalt als Stärke betrachtet wird, ist es von großer Bedeutung, dass Projekte wie der „InklusionsWegweiser“ existieren. Durch die Förderung einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe legt das Projekt den Grundstein für eine Zukunft, in der alle jungen Menschen die Möglichkeit haben, ihre Potenziale zu entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen.
Es gibt also viel zu tun: Lasst uns mutig sein und voran gehen!
Ende Juli tanzten Vampire und Zombies, Einhörner, Elfen, Drachen und noch viele, viele magische Wesen mehr auf der kleinen Bühne im ev. Jugendzentrum in Felsberg.
Die inklusive Kinder- und Jugendhilfe verfolgt das Ziel, alle Kinder und Jugendlichen – mit und ohne Behinderung – gleichberechtigt in ihrer Entwicklung zu begleiten, zu fördern und zu schützen. Für Eltern von Kindern mit Behinderungen oder besonderem Unterstützungsbedarf stellt der Alltag oft zusätzliche Herausforderungen. Die inklusive Kinder- und Jugendhilfe bietet spezielle Beratungs- und Unterstützungsangebote, um diese Familien in ihrer Erziehungs- und Alltagskompetenz zu stärken.
Die inklusive Tanz- und Theaterwoche für Kinder zwischen 8 und 15 Jahren (mit und ohne Unterstützungsbedarf) findet fünf Tage während der Sommerferien statt: Immer von 9:30 Uhr bis 15:30 Uhr – am Freitag ab 11 Uhr.
Was als mutiges Werkstattprojekt in einer Garage begann, hat sich mittlerweile zu einem lebendigen Lern- und Lebensort für Jugendliche mit besonderen Herausforderungen entwickelt. Die Idee: Ein Ort, an dem junge Menschen (…)
Überall wird von New Work und agilen Teams gesprochen. Jeder gibt sich agil. Das Netz ist voller Ratschläge und mindestens genaus sovielen Beratern zum Thema. Des scheint kein Weg daran vorbeizugehen.
Nach über einem Jahrzehnt unermüdlicher Arbeit verabschiedete sich vor Kurzem Judith Osterbrink von ihrer Rolle als Leiterin des Jugendamts Kassel, und mit ihr geht eine Ära zu Ende.
Verpasse keine Neuigkeiten der VIVA-Stiftung
Wir sind aktiv in den Bereichen Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Beratung und Bildung. Wir sind Partner von vielen öffentlichen Institutionen, privaten Initiativen, Unternehmen und anderen Trägern der Sozialwirtschaft. Wir arbeiten in langer Tradition vertrauensvoll zusammen und stimmen unsere Angebote und Dienste bedarfsgerecht mit unseren Partner*innen aufeinander ab.
VIVA schafft auch für dich Entwicklungsräume. Nutze sie!