Im Dialog bleiben – Zusammenhalt stärken

Debattenabend am 13. August 2026 mit Dr. Saba-Nur Cheema und Prof. Dr. Meron Mendel sowie Staatsministerin Heike Hofmann | Eine Kooperation von ALL IN und dem Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI)
07.07.2026

Wie wollen wir in einer vielfältigen Gesellschaft zusammenleben? Wie begegnen wir wachsender Polarisierung, rechtsextremen Tendenzen und dem Gefühl vieler Menschen, nicht gehört oder nicht dazuzugehören? Und was braucht es, damit Demokratie auch in schwierigen Zeiten lebendig bleibt?

Diese Fragen beschäftigen viele Menschen – in Hessen und ganz besonders in Kassel. Die Stadt steht wie kaum eine andere für die Chancen und Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft. Zugleich erinnern die rechtsextremen Gewalttaten der vergangenen Jahre daran, dass Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeiten sind.

Gerade deshalb braucht es Orte, an denen unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Sichtweisen miteinander ins Gespräch kommen können – offen, respektvoll und auf Augenhöhe. Dazu laden ALL IN und das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI) herzlich ein.

  • Am 13. August 2026 um 18:00 Uhr diskutieren Dr. Saba-Nur Cheema, Prof. Dr. Meron Mendel und Staatsministerin Heike Hofmann in Kassel über gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Kultur und die Zukunft unserer vielfältigen Gesellschaft.
  • Die Veranstaltung findet im UK14 (Untere Karlsstraße 14, 34117 Kassel) statt.
  • Der Eintritt ist frei.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Fragen, die viele Menschen bewegen: Wie verändert Hass den gesellschaftlichen Umgang miteinander? Warum finden demokratiefeindliche Positionen Anschluss weit über extremistische Milieus hinaus? Was bedeutet Zugehörigkeit in einer Einwanderungsgesellschaft? Und wie können wir Demokratie stärken, wenn sie unter Druck gerät?

Nach einem moderierten Gespräch auf dem Podium ist das Publikum eingeladen, sich mit Fragen, Erfahrungen und Perspektiven einzubringen.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten! Kommen Sie vorbei und reden Sie mit!

Dr. Saba-Nur Cheema und Prof. Dr. Meron Mendel

Dr. Saba-Nur Cheema und Prof. Dr. Meron Mendel gehören zu den bekanntesten Stimmen für Dialog, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland. Beide prägten über viele Jahre die Arbeit der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main maßgeblich mit. Mendel leitet die Bildungsstätte seit 2010 als Direktor, Cheema war dort viele Jahre in leitender Funktion für die politische Bildungsarbeit verantwortlich. Gemeinsam setzen sie sich seit Jahren gegen Antisemitismus, Rassismus, Islamfeindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein.

Als Ehepaar, Autor*innen des Buches „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“ und gefragte Gesprächspartner*innen in Politik, Wissenschaft und Medien beschäftigen sie sich mit der Frage, wie Verständigung über kulturelle, religiöse und politische Unterschiede hinweg gelingen kann. Dabei bringen sie unterschiedliche biografische, kulturelle und religiöse Perspektiven ein und zeigen, dass kontroverse Debatten und gegenseitiger Respekt kein Widerspruch sein müssen.

Für ihren Einsatz für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine offene Diskussionskultur wurden Saba-Nur Cheema und Meron Mendel 2024 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

(Foto: Ali Ghandtschi)

Heike Hofmann

Heike Hofmann ist studierte Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt und seit 2002 Rechtsanwältin. Bereits seit 1989 ist sie politisch aktiv – zunächst auf kommunaler, dann auf Landes- sowie von 2009 bis 2013 als Mitglied des SPD-Bundesparteirats auch auf Bundesebene.

Im Jahr 2000 zog sie erstmals als Abgeordnete in den Hessischen Landtag ein. Seit 2024 ist Heike Hofmann Hessische Staatsministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und setzt sich ein für Teilhabe von Zugewanderten und Menschen mit Behinderungen, für hochwertige frühkindliche Bildung, für den Schutz von Frauen vor Gewalt und für eine vielfältige, diskriminierungsfreie Gesellschaft.

(Foto: Paul Schneider)

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