
VIVA-Spendenlauf 2026
Am 31. Mai 2026 findet auf der Freundschaftsinsel in Melsungen zum fünften Mal der inklusive VIVA-Spendenlauf statt. Das Motto: „Mach dich fit und hilf damit“.

Die Sozialwirtschaft gehört in Deutschland zu den größten Arbeitgebern. Allein in den Einrichtungen und Diensten der sechs Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege sind 1,9 Millionen Menschen hauptamtlich beschäftigt, schätzungsweise weitere 3 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in diesem Bereich. Prognosen zufolge wird der Umsatz im Bereich Sozialwesen bis zum Jahr 2025 auf 20,3 Mrd. Euro (Branchenreport Sozialwesen -ohne Heime- Statista). anwachsen.
Allein diese beiden Tatsachen zeigen welchen Wirkungsbereich die Sozialwirtschaft in unserer Gesellschaft hat. Genau dieses Pfund muss jetzt in Sachen Nachhaltigkeit genutzt werden, damit das soziale Gefüge unserer Gesellschaft nicht irreparabel durch die aktuellen Krisen aus den Fugen gerät.
Dazu gehört es zunächst einmal, dass sich soziale Unternehmungen selbst auf den Weg in Sachen Nachhaltigkeit machen, bzw. auch in die Lage versetzt werden müssen, um sich selbst auf den Weg machen zu können. Die Herausforderungen sind hier nämlich ungleich größer als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dies liegt allerdings nicht daran, dass in der Sozialwirtschaft noch nicht angekommen ist, dass Ressourcen endlich sind und der weltweite CO²-Ausstoß schnellstmöglich auf eine klimaneutrale Bilanz gebracht werden muss.
Viel mehr liegt es daran, dass sozialwirtschaftlichen Unternehmen und deren Dienstleistungen durch sehr enge Zuwendungs- und Leistungsverträge, die zudem oftmals nur kurz- bis mittelfristige Laufzeiten haben, finanziert sind. So entfallen bei dem überwiegenden Teil der gemeinnützigen Träger 80% des Umsatzes auf Personalkosten und die restlichen 20% splitten sich auf Raum- und Sachkosten sowie notwendige Investitionen auf.
Daher herrscht bei den Akteuren in der Branche die reflexartige Logik vor, dass finanzielle Mehrbelastungen – wie jetzt bei explodierenden Energiepreisen – durch Neuverhandlungen der Entgelte mit den Leistungsträgern aufgefangen werden müssen.
Dies ist auch nur logisch, weil notwendig. Andernfalls nehmen wir in Kauf, dass systemrelevante Dienste der sozialen Arbeit in wirtschaftliche Schieflage geraten und ihre Leistungen nicht mehr anbieten können. Kindergärten, Schulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ambulante Hilfen für Jugendliche, Familienzentren und Beratungsstellen treffen die aktuellen Preissteigerungen in besonderem Maße. Und ja, einige sind derzeit schon existenziell bedroht.
Mit dieser jahrelang eingeübten Praxis darf sich die Sozialwirtschaft im Sinne der Nachhaltigkeit und einem ressourcenschonenden Umgang nicht mehr zufriedengeben. Denn es braucht eben mehr als Heizung runter drehen und Strom sparen. Unter der Maßgabe die drei Säulen von Nachhaltigkeit „Ökologie, Ökonomie und Soziales“ stets als gleichwertig und gleichrangig zu verstehen, müssen auch hier notwendige Investitionen möglich sein bzw. möglich gemacht werden.
Die Ziele von sozialwirtschlichen Unternehmungen müssen um ernsthafte Nachhaltigkeitsperspektiven erweitert werden. Nur so wird es gelingen soziale Einrichtungen ökonomisch, sozial und ökologisch fit für die Zukunft zu machen, damit sie ihren wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung leisten können.
Auch müssen kurzfristige Ziele mit längerfristigen Strategien verbunden werden. Es darf nicht nur von einer Entgeltverhandlung bis zur nächsten gedacht werden. Hier verlangt es auch noch ein selbstbewussteres Auftreten der Branche gegenüber Leistungsträgern und Politik vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit.
Denn die Sozialwirtschaft braucht hier starke Partner an ihrer Seite, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Und natürlich ja, auch als nachhaltiges Unternehmen in der Sozialwirtschaft müssen Überschüsse erwirtschaftet werden. Nur so können Mitarbeiter*innen eine faire Bezahlung erhalten, in Fort- und Weiterbildung investiert und moderne Technik angeschafft werden.
Wir arbeiten daran die Nachhaltigkeitsperspektive zum festen Bestandteil unserer Unternehmensziele zu machen. Wir werden unser ganzes Handeln daran ausrichten und laufend überprüfen. Dabei werden wir geleitet von stärker Ressourcenorientierung, größerem Innovationspotential, stärkerer Motivierung und durch die Einbeziehung aller unserer Mitarbeiter*innen in die Nachhaltigkeitsthematik. Wir werden bei unseren Auftraggebern und in unserer täglichen Arbeit den Nachhaltigkeitsansatz sehr viel stärker in den Vordergrund rücken.
Vieles ist derzeit noch in der Vorbereitung. Manches ist schon gelungen und auf dem besten Weg in unseren Alltag.
cdw Stiftung unterstützt VIVA
Mit der cdw-Stiftung haben wir einen starken Partner gefunden, der uns im Thema ressourcenschonend Energieerzeugung unterstützt. Wir wollen uns gemeinsam für die nachhaltige Entwicklung in der Sozialwirtschaft in Nordhessen einsetzen. Deshalb haben wir uns zusammen auf den Weg gemacht und ein „Pilotprojekt“ geschaffen, in welches beide Partner gleichermaßen einzahlen.
Die cdw-Stiftung fördert unsere ersten beiden PV-Anlagen auf zwei Kindertagesstätten und wir werden die daraus entstehenden Kostenersparnisse bei der Energieversorgung direkt in weitere neue nachhaltige energieeffiziente Projekte investieren. Sei es in den Kindertagesstätten, der Schule oder den Beratungsräumen unserer Dienste. Es gibt genug zu tun.
Indem wir uns dazu verpflichten, legen wir eine erste langfriste und nachhaltige Unternehmensstrategie in Sachen Nachhaltigkeit an. Getragen wir das Ganze außerdem von dem Gedanken anderen sozialwirtschaftlichen Organisationen Mut zu machen einen ersten Schritt in dem Bereich zu gehen.
Wir freuen uns auf eine starke und wirksame Partnerschaft mit der cdw-Stiftung. Gemeinsam geht’s einfach besser.
Autoren: Marcel Klitsch / Søren Link

Am 31. Mai 2026 findet auf der Freundschaftsinsel in Melsungen zum fünften Mal der inklusive VIVA-Spendenlauf statt. Das Motto: „Mach dich fit und hilf damit“.

Mit unserem mehrjährigen Projekt "Jugendhilfe meets Behindertenhilfe: lnklusion goes Praxis" bringen wir Eingliederungshilfe und Kinder- & Jugendhilfe zusammen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Unterstützung aussehen muss, damit sie sich konsequent am Bedarf von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien orientiert und wirken kann. Ein Ergebnis dieses dreijährigen Modellprojekts ist unser InklusionsWegweiser.

Während des Ferienprogramms "Nicht nur im Kreis laufen" in unserem Familienzentrum Wandelbar - in Kooperation mit Klang Keller - haben die Kids ihrer Kreativität rund um Nachhaltigkeit, Konsum und Zukunft freien Lauf gelassen. Mit Musik, Kunst, VR-Abenteuern und ganz viel Fantasie konnten die Kinder ausprobieren, gestalten und über sich hinauswachsen.

Bei unserem gemeinsamen Projekt „Tier- und Naturerlebnisse für Kinder aus der Stadt“ heißt es für unsere Kita-Kids aus der Kasseler Nordstadt: Raus aus der Stadt, ab in die Natur!

🟠 Europäische Mobilitätswoche Donnerstag: Familienzentrum Himmelsstürmer Donnerstag, 18.09.25 Von 14 bis 16 Uhr Familienzentrum Himmelsstürmer – Heimbach Grünzug (Vor dem Familienzentrum Kita Himmelsstürmer – auf dem Heimbach-Grünzug | 34121 Kassel) Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche lädt (…)

Ende Juli tanzten Vampire und Zombies, Einhörner, Elfen, Drachen und noch viele, viele magische Wesen mehr auf der kleinen Bühne im ev. Jugendzentrum in Felsberg.
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Wir sind aktiv in den Bereichen Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Beratung und Bildung. Wir sind Partner von vielen öffentlichen Institutionen, privaten Initiativen, Unternehmen und anderen Trägern der Sozialwirtschaft. Wir arbeiten in langer Tradition vertrauensvoll zusammen und stimmen unsere Angebote und Dienste bedarfsgerecht mit unseren Partner*innen aufeinander ab.
VIVA schafft auch für dich Entwicklungsräume. Nutze sie!